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Kundennahe Digitalisierung

DigitalisierungDas Platzen der „Dotcom-Blase“ im Jahr 2000 vernichtete große Hoffnungen, zahlreiche Unternehmen und Unsummen von Betriebs- und Investorenkapital. Denn im vorangegangenen E-Business-Boom hatte man sich vollends auf das technisch Mögliche konzentriert, ohne zu beachten, wer das schwungvoll Geplante wirklich braucht – oder auch nur versteht.

Die heutige Digitalisierungswelle steht auf stabileren Füßen, sowohl technisch als auch in puncto Geschäftsmodell. Dennoch sind IT Dienstleister gefordert, ihre Kunden nicht nur für die Möglichkeiten digitaler Technik zu begeistern: Vielmehr müssen sie sich auch ernsthaft damit zu beschäftigen, ob der Kunde das Potenzial, aber auch die Grenzen digitaler Technologien durchschaut und überblickt, wie er diese für sich am besten nutzen kann. Denn die Digitalisierung steigert die Komplexität in vielerlei Hinsicht: bei den Geschäftsprozessen, Applikationslandschaften, Netzwerken etc. Trotzdem will der Kunde die Potenziale, Verfahren und Abläufe der Digitalisierung verstehen, selbst in Branchen und Bereichen, in denen der jeweilige Ansprechpartner nicht so IT-affin ist wie in den traditionellen IT getriebenen Geschäftsfeldern.

„Wir müssen heute IT-Lösungen neu denken“, sagt Jürgen H. Stroscher, Geschäftsführer von Drimalski & Partner in Fulda. Prozessberatung, Prozessentwicklung und die Definition von Business-Anforderungen müssen bei jedem Projekt am Anfang stehen. Erst im zweiten Schritt sollte über die Auswahl der geeigneten Softwarewerkzeuge und Cloud-Services nachgedacht werden. Und bei aller Begeisterung für die Technologie – digitale Innovationen müssen immer auch wirtschaftlich und rechtlich tragfähig sein.

Dieser Text ist als Artikel in der Ausgabe 01/2019 der IHK-Zeitschrift "Wirtschaftsregion Fulda" erschienen